Open Source, gemanagt
Hosting-Architekturen: Die richtige Basis für jede Anwendung
Infrastruktur ist kein Einheitsprodukt. Je nach Anforderung an Performance, Isolation und Flexibilität setzen wir unterschiedliche Hosting-Modelle ein – von dedizierter Hardware bis zur virtualisierten Private Cloud. Diese Seite gibt dir einen Überblick, welche Konzepte dahinterstecken und wofür sie sich eignen.
Dedicated Bare Metal Hosting
Bei Bare-Metal-Hosting läuft deine Anwendung direkt auf physischer Hardware – ohne Virtualisierungsschicht dazwischen. Das bedeutet maximale Performance, da keine Rechenleistung durch eine Hypervisor-Ebene „verloren“ geht, und volle Kontrolle über die zugrunde liegenden Ressourcen. Bare Metal eignet sich besonders für Anwendungen mit hohem, konstantem Ressourcenbedarf oder speziellen Anforderungen an Isolation, bei denen keine andere Instanz jemals dieselbe Hardware nutzt.
Public Cloud Hosting
Public-Cloud-Hosting basiert auf virtualisierten Ressourcen, die flexibel skaliert werden können. Wir setzen hier auf OpenStack bei OVH – eine etablierte, quelloffene Cloud-Plattform. Der Vorteil: Rechenleistung, Storage und Netzwerk lassen sich bedarfsgerecht anpassen, neue Instanzen sind innerhalb von Minuten verfügbar, und du zahlst nur für das, was du tatsächlich nutzt. Das macht dieses Modell ideal für Projekte mit wechselndem oder wachsendem Ressourcenbedarf.
VMware vSphere Private Cloud Hosting
Für Organisationen mit höheren Anforderungen an Isolation und Kontrolle bieten wir Private-Cloud-Hosting auf Basis von VMware vSphere an. Hier läuft deine Infrastruktur auf exklusiv reservierter Hardware, virtualisiert über eine der etabliertesten Enterprise-Virtualisierungsplattformen am Markt. Das kombiniert die Flexibilität virtueller Maschinen mit der Isolation dedizierter Umgebungen – und ist die Basis, auf der auch weiterführende Compliance-Nachweise (siehe unsere Datacenter-Seite) aufbauen.
Storage-Optionen: Die passende Datenhaltung für jeden Zweck
Neben der Rechenleistung entscheidet auch der Storage darüber, wie performant und zuverlässig eine Anwendung läuft. Wir bieten verschiedene Storage-Konzepte an, je nach gewähltem Hosting-Modell.
Block Storage auf NVMe RAID
Bei unseren OpenStack-Umgebungen setzen wir auf Block Storage mit NVMe-SSDs im RAID-10-Verbund. NVMe-Speicher bietet gegenüber klassischen SSDs deutlich höhere Geschwindigkeiten bei Lese- und Schreibzugriffen, RAID 10 sorgt zusätzlich für Redundanz: Fällt eine Festplatte aus, bleiben deine Daten erhalten und der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter. Diese Kombination eignet sich besonders für Anwendungen mit hohem Datendurchsatz, etwa Datenbanken mit vielen gleichzeitigen Zugriffen.
Block Storage auf redundantem SSD-Storage
In der VMware-Private-Cloud-Umgebung nutzen wir redundanten SSD-Storage. Auch hier gilt: Daten werden über mehrere physische Laufwerke hinweg gespiegelt bzw. verteilt, sodass ein einzelner Hardwaredefekt nicht zum Datenverlust führt. Diese Storage-Variante ist auf Stabilität und Verlässlichkeit im Enterprise-Kontext ausgelegt.
S3 Object Storage
Für Dateien, Backups, Medieninhalte oder Archivdaten bieten wir zusätzlich S3-kompatiblen Object Storage an. Anders als Block Storage, der wie eine klassische Festplatte funktioniert, ist Object Storage darauf ausgelegt, große Mengen unstrukturierter Daten – Bilder, Dokumente, Backups – kosteneffizient und praktisch unbegrenzt skalierbar zu speichern. Über die S3-kompatible Schnittstelle lässt er sich zudem einfach in viele Anwendungen integrieren, etwa für automatisierte Backup-Strategien oder Medien-Uploads.
Netzwerk & IP-Konzepte
Eigener IP-Block (Private Cloud)
Für unsere Private-Cloud-Umgebungen verfügen wir über einen eigenen, dedizierten IP-Adressblock. Das bedeutet: Wir vergeben die IP-Adressen selbst und können sie flexibel den einzelnen virtuellen Maschinen zuordnen. Fällt eine VM aus oder muss sie ausgetauscht werden, leiten wir die Adresse bei Bedarf schnell auf ein anderes System um – ohne dass sich für dich die erreichbare IP ändert. So bleibt dein Dienst unter derselben Adresse verfügbar, auch wenn sich im Hintergrund etwas ändert.
Floating IPs
In unseren Public-Cloud-Umgebungen (OpenStack) kommen Floating IPs zum Einsatz: öffentliche IP-Adressen, die flexibel einer virtuellen Instanz zugewiesen und bei Bedarf wieder gelöst und einer anderen Instanz zugeordnet werden können. Das ist praktisch, wenn Instanzen ausgetauscht, migriert oder im Rahmen von Wartungsarbeiten kurzfristig umgezogen werden – ohne dass sich die öffentlich erreichbare Adresse ändert. Das gleiche Prinzip wie beim dedizierten IP-Block, nur auf Basis der OpenStack-Technik.
IPv6
Wir unterstützen IPv6 parallel zum klassischen IPv4 und sind damit für die Zukunft gerüstet. Der verfügbare IPv4-Adressraum wird zunehmend knapper, während IPv6 in vielen Netzwerkkontexten – etwa bei internationaler Erreichbarkeit oder in modernen Infrastrukturen – bereits Standard ist und zunehmend vorausgesetzt wird.
Kombinationsmöglichkeiten: Für jede Anwendung das passende Setup
Die eigentliche Stärke unseres Ansatzes liegt darin, dass sich Hosting-Modell, Storage und Netzwerk-Konzept flexibel kombinieren lassen – zugeschnitten auf die jeweilige Anwendung.
Dedicated Hosting (eine VM = eine Anwendungsinstanz) eignet sich, wenn eine Anwendung eigene Ressourcen benötigt, unabhängig von anderen Diensten skaliert werden soll oder besondere Anforderungen an Isolation bestehen – etwa bei geschäftskritischen Systemen mit hohem Datenaufkommen.
Shared Hosting dagegen ist die wirtschaftliche Wahl für Anwendungen mit moderatem Ressourcenbedarf, zum Beispiel klassisches WordPress- bzw. Website-Hosting. Hier teilen sich mehrere Websites eine gemeinsame Infrastrukturbasis, was Kosten senkt, ohne dass die einzelne Website an Stabilität einbüßt.
Cluster- und Load-Balancer-Architekturen kommen zum Einsatz, wenn eine Anwendung hohe Verfügbarkeit oder hohe Lastspitzen abfangen muss. Statt auf einer einzelnen Instanz zu laufen, wird der Traffic auf mehrere Server verteilt – fällt einer aus, übernehmen die anderen nahtlos weiter. Das ist die richtige Wahl für Anwendungen, bei denen Ausfallzeiten besonders kritisch wären oder bei denen mit stark schwankendem Nutzeraufkommen zu rechnen ist.
Welche Kombination für dich sinnvoll ist, hängt von deiner konkreten Anwendung, den erwarteten Zugriffszahlen und deinen Anforderungen an Ausfallsicherheit ab – das besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch mit dir.